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Lavendel
(Lavandula spec.)

 

Lavendel ist eine wunderbare Gartenpflanze, die auf fast allen Böden gedeiht und auch floristisch bzw. im Haushalt gute Dienste leistet.

Lavendelfeld in der Provence in Frankreich

Solch eine Pracht wie auf dem Bild können wir in Deutschland im Garten natürlich nicht erreichen, aber der Anblick eines blühenden Lavendelfeldes in der Provence in Frankreich ist oft der Anlass, sich das schöne Duftkraut auch in den heimischen Garten zu pflanzen.

Das ist auch recht unkompliziert, denn Lavendel stellt keine hohen Ansprüche an den Boden. Sie sollten ihm allerdings den sonnigsten Standort gönnen, der in Ihrem Garten zur Verfügung steht. Auch soll der Standplatz windgeschützt sein.

Obwohl (oder weil?) es so eine anspruchslose Pflanze ist, gehört sie zweifellos zu den Highlights in unseren Gärten. Das liegt natürlich nicht zuletzt an dem "Urlaubsfeeling", das vom Lavendel ausgeht und an dem unverwechselbaren Duft. Vor allem, wenn im Sommer die Sonne so richtig auf die Pflanzen knallt, werden die ätherischen Öle freigesetzt und die Pflanzen verströmen einen betörenden Duft. Wenn die Sonne nicht scheint, muss man eben ein wenig nachhelfen und ein Blättchen oder die Blüte zwischen den Fingern zerreiben.

Es gibt mehrere Arten; neben dem Echten Lavendel ( wiss. Lavandula angustifolia, auch Lavandula officinalis oder Lavandula vera) werden verschiedene Hybriden kultiviert. Die Hybriden werden bevorzugt für den gewerbsmässigen Anbau der begehrten Duft- und Heilpflanze genommen. Trotz der grossen Mengen, die vor allem in der französischen Provence angebaut werden, nimmt man für die Herstellung bestimmter hochwertiger Lavendel-Öle auch heute noch wild gesammelte Pflanzen.

Als Wildpflanze wächst der wärmeliebende Lavendel in den Küstenregionen der Mittelmeerländer, ist aber in kleinen Vorkommen sogar schon bis nach Deutschland gekommen. Für 2008 wurde er zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

In unseren Breiten wird die genügsame Pflanze etwa 50 cm hoch (die Blütenstände!); ab Juli zeigen sich die blass-violetten Blüten.

Die Vermehrung durch Samen, Ableger oder Stecklinge lohnt sich für den Gartenliebhaber eher nicht, auch wenn sie eigentlich nicht schwierig ist. Aber vor allem die Stecklungsvermehrung dauert im Ziergarten einfach zu lange. Auch die Teilung starker Pflanzen ist möglich, muss aber vorsichtig erfolgen. Denn was nützt Ihnen die Teilung, wenn Sie dann zwar 2 Pflanzen haben, aber eine davon kümmert oder gar eingeht? Die ausdauernde Pflanze wird für wenig Geld angeboten - man bekommt manchmal junge, aber durchaus kräftige Pflanzen schon ab 2 Euro in Discountmärkten.

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Die Kunst besteht deshalb eher in einer fachgerechten Überwinterung, wenn man nicht jedes Jahr neue Pflanzen kaufen will. Mit den niedrigen Temperaturen im Winter kommt der Lavendel noch einigermassen klar, allerdings ist es sinnvoll, die Pflanze etwas zu schützen. Fehler werden aber regelmässig beim Rückschnitt gemacht, der nämlich meistens vergessen wird. Wenn Sie Ihren Lavendelstrauch im Herbst nicht kräftig zurückschneiden, besteht die Gefahr, dass er im nächsten Jahr nur sehr spät und oft auch überhaupt nicht blüht.

Lavendel als Küchenkraut:
Lavendel ist Teil der sog. "Kräuter der Provence" (Herbes de Provence), einer Gewürzmischung, die heute wohl in keinem gut sortierten Gewürzregal fehlt.

Floristisch kann man Lavendel got mit Rosen kombinieren.

Lavendelsäckchen - angenehmer Duft und Schutz gegen Motten:
Die altmodischen Lavendelsäckchen erleben mittlerweile eine Renaissance: Die getrockneten Pflanzen (vor allem die Blütenstande) werden in Leinensäckchen eingenäht und zwischen die Wäsche gelegt. Das ergibt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern hält auch Motten etc. fern. Aber die gibt es heute sowieso schon kaum noch - wer hat heute noch Truhen voller Bettwäsche und riesigen Tischtüchern, in denen sich Motten etc. früher so wohlfühlten?

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