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Kuhschelle (Küchenschelle)
(Pulsatilla vulgaris)

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Kuhschelle, Küchenschelle (Pulsatilla)Die Kuhschelle (Küchenschelle) ist eine Pflanze, die Ihnen schon im Frühjahr viel Freude machen wird. Und während Narzisse & Co nach der Blüte ziemlich lästig werden, ist "Pulsatilla vulgaris" wie die Küchenschelle wissenschaftlich heisst, bis in den Herbst hinein dekorativ.

Die Kuhschelle - der Name kommt vom Aussehen der halb-geschlossenen Blüten - ist eigentlich eine einheimische Wildpflanze, die aber überall im Bestand bedroht ist. Sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art; das Ausgraben der schönen Pflanze mag verlockend sein, ist aber verboten. Im Gartencenter ist sie aber regelmässig zu erhalten

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Haltung im Garten:

Im Garten lässt die "Blume des Jahres 1996" sich sehr gut halten, wenn man ein paar Pflegetipps berücksichtigt:

Es ist eine Pflanze der Mager- und Halbtrockenrasen, wie sie z.B. im Südosten der Insel Rügen und an etlichen weiteren Orten Mecklenburg-Vorpommerns vorkommen. Da die Kuhschelle es aber auch gerne sehr warm mag, werden Sie sie wildwachsend am ehesten in den entsprechenden Biotopen des Kaiserstuhls, der Schwäbischen Alb und der Rhön antreffen. Dort kann sie im Frühjahr ganze Hänge mit ihren lila bzw. purpurfarbenen Blüten bedecken.

Im Garten wird sie sich deshalb an sonnigen Standortten wohlfühlen und zwar in einem eher mageren, kalkhaltigen Boden. Es ist eine sehr attraktive Pflanze für den Steingarten.

Die Pflanze selbst hat unserer Erfahrung nach auch gar nichts gegen "guten" Boden - sie wächst in unserem Garten in einem eher lehmigen Boden genauso gut, wie auf sehr leichten Sandböden. Auf nährstoffreichen Böden ist aber der Konkurrenzdruck anderer Pflanzen relativ hoch - und das mag Pulsatilla nicht so gerne.

Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe mögen auch diese Pflanzen überhaupt nicht.

Die Kuhschelle (die Bezeichnung Küh-chenschelle ist wohl die Verkleinerungsform davon) ist eine nicht sehr hohe, wohlproportionierte Pflanze mit filigranen Blättern, violetten Blüten und zarten, dekorativen Blütenständen. Ähnlich wie die kleinen botanischen Wildtulpen öffnen sich die Blüten nur in der prallen Sonne; meistens sind sie glockenartig halb geschlossen.

Wie alle Pflanzen, die sich auf trockene Standorte spezialisiert haben, kann sie sehr lange Wurzeln ausbilden.

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Zuchtformen in verschiedenen Blütenfarben; sowohl vom Aussehen, als auch von der Langlebigkeit kann aber u.E. keine mit der ursprünglichen Form mithalten.

Vermehrung:

Die Vermehrung erfolgt leicht und erfolgreich durch Samen: Lassen Sie die Samenstände einfach ausreifen und achten Sie bei der Gartenpflege dann darauf, die kleinen Küchenschellen nicht rauszureissen.

Die jungen Pflänzchen stehen übrigens oft mehrere Meter von der Mutterpflanze entfernt, weil die Samen vom Wind weggetragen werden. Trotz dieser natürlichen Vermehrungsmethode und der Tendenz zur Verwildung besteht bei der Kuhschelle eigentlich keinerlei Gefahr, dass die Pflanze lästig wird. Bei uns bekommen wir von jedem Exemplar, das Samenstände ausgebildet hat, 2 bis 4 Jungpflanzen - begehrte Tauschobjekte bei den Nachbarn und Freunden.

Die Blüten der Kuhschelle sind floristisch wenig interessant, die Samenstände dafür umso mehr. Die "Puschel" sind von sehr filigraner Farm und dabei doch sehr haltbar.

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