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Agapanthus (Schmucklilie)
(Agapanthus spec.)

 

Schmucklilien sind mehrjährige, krautige Pflanzen mit reichem Laub. Einzelne Exemplare können recht umfangreich werden, etwa bis 1 m hoch (Laubhöhe) und ebenso breit. In Deutschland sind sie in Blau und in Weiss bekannt; die derzeit gern praktizierte Vermehrung (es ist eine haltbare Schnittblume und die Vermehrung ist deshalb für einheimische Gartenbaubetriebe interessant) durch Samen führt dabei zu allerlei Mischungen.
Gelegentlich werden die Pflanzen mit Allium verwechselt.

Agapanthus, die Afrikanische Schmucklilie, ist eine beliebte Kübelpflanze

Die Heimat der Schmucklilien ist Südafrika; wir haben sie allerdings auch zahlreich verwildert auf Madeira gefunden, wo sie günstige klimatische Bedingungen vorfinden. In Mitteleuropa wird diese Pflanze bevorzugt im Kübel gehalten, da sie nicht winterhart ist.

Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe mögen auch diese Pflanzen überhaupt nicht.

Unbedingt vor den ersten Nachtfrösten holen Sie die Kübel ins Haus und überwintern sie an hellem Platz bei ca. 5 °C. Schon ab Mitte/ Ende Januar können Sie die Temperatur erhöhen: Bei viel Licht und einer Temperatur zwischen 13 und 17 °C werden Ihre Schmucklilien im Sommer wieder schöne Blüten haben. Zurück auf den Balkon oder in den Garten dürfen sie aber erst wieder nach den Eisheiligen.

Für einen reichen Blütenflor gibt es übrigens etwas zu beachten: Agapanthus mag es eng! Je enger die Pflanzen im Kübel beeinander stehen, desto reicher scheinen sie zu blühen.

Vermehrung:
Schmucklilien können recht gut aus Samen vermehrt werden - was i.d.R. natürlich nicht zu sortenreinen Nachkommen führt, wie es bei der vegetativen Vermehrung der Fall ist.

Der günstigste Aussaatzeitpunkt ist zwischen Januar und März. Die Keimdauer beträgt bei 20 bis 25 °C etwa einen Monat; bei niedrigerer Keimtemperatur (also unter 20 °C) kann sich die Keimung erheblich verzögern. Das Saatgut ist leicht mit Erde abzudecken.

Gelegentlich wird behauptet, dass Sämlinge selbst unter guten Bedingungen frühestens im 3. Sommer - eher sogar noch später blühen. Diese Beobachtung können wir nicht bestätigen.

Sortenreine Pflanzen erhält man durch Teilung. Das ist eigentlich eine sehr einfache und zuverlässige Methode, wenn die Agapanthus-Wurzeln nicht so stark miteinander verfilzt wären, wie das vor allem bei alten und schönen Exemplaren im Kübel oft der Fall ist. Die Wurzeln werden deshalb oft ziemlich stark beschädigt, was die Pflanze gelegentlich übel nimmt.

 

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Wie wohl alle Lilienartigen steht auch Agapanthus gerne längere Zeit ungestört und das heisst auch: ungeteilt. Lassen Sie die Teilpflanzen deshalb recht gross und teilen Sie sehr schonend, wenn Sie eine Blühpause vermeiden wollen.
Wenn Sie aber bereit sind, eine Blühpause von einem, evtl. sogar zwei Jahren in Kauf zu nehmen, können Sie aus einer Mutterpflanze durchaus 15 bis 20 Jungpflanzen gewinnen.

Die beste Zeit zur Vermehrung durch Teilung ist sofort nach der Blüte, also August - September oder im März.

Schmucklilien sind haltbare Schnittblumen und deshalb auch floristisch interessant.

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